Textauszug:"Bert Rürup stand als Sachverständiger Pate für die nach ihm benannte Förderrente. Dann wechselte er ins Lager der Anlageberater, die als Nutznießer gelten, wenn es um den Verkauf der steuerlich geförderten privaten Zusatzrente geht. 4 Millionen Selbstständige und 20 Millionen "Besserverdienende" sind im Visier der Finanzvertriebe. Die Steuervorteile scheinen auf den ersten Blick verlockend, stehen aber auf wackeligen Füßen. Den vollen Steuerabzug bekommt nur derjenige, der keine Beiträge zur gesetzlichen Renten-Versicherung oder in andere Vorsorgeinrichtungen zahlt. Wichtiger noch: Der vorsorgende Anleger muss in die Zukunft blicken können: Wer eine Rürup-Rente unterschreibt, bindet sich ein Leben lang; die Verträge sind nicht kündbar, nur selten übertragbar, nicht vererbbar und nicht beleihbar. Die Rürup-Rente zwingt die Menschen in ein Korsett aus Bedingungen, sagt Thorsten Rudnik vom Bund der Versicherten. Ein Unding für Selbstständige. Hinzu kommt, dass die Kosten und Gebühren der Versicherer einen erheblichen Teil der dahinplätschernden Erträge auffressen." |